„Die Anhörung zur Dichtheitsprüfung privater Abwasserleitungen war für die anwesenden Bürgerinitiativen enttäuschend“, erklärte gestern Hamide Akbayir, die umweltpolitische Sprecherin der LINKEN im Düsseldorfer Landtag. „Die Fragen nach dem Sinn und den Kosten für die Betroffenen wurden wieder nicht ausreichend beantwortet. Der neue Erlass des Umweltministeriums hat nicht dazu beigetragen, die Gemüter zu beruhigen.“
„Wir LINKEN wissen genau“, erläuterte Akbayir, „dass Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer nicht immer reiche Menschen sind mit Geld wie Heu, die sich jederzeit eine Sanierung von Abwasserleitungen leisten können. Denn die „kleinen“ Beträge, die dazu notwendig sind und von Regierungsseite angegeben wurden, sind von anderen Gutachtern nicht bestätigt worden. Da kommt also mal wieder das Soziale zu kurz, auch bei der SPD/Grünen-Minderheitsregierung. Einerseits werden die Menschen dazu angehalten, viele Jahre lang zu schuften und ihren Konsum einzuschränken, um sich den Traum von eigenen vier Wänden zu erfüllen. Aber bei den Schwierigkeiten und Problemen, die dann auftauchen, lässt man sie im Regen stehen. So ist das im kapitalistischen System.“ Abschließend ermutigte Frau Akbayir die Bürgerinitiativen, in ihrem Engagement nicht nachzulassen: „Das ist die einzige Chance, etwas zu ändern: Selber aktiv werden und der Politik Druck machen.“