Heute wurden erneut zahlreiche Roma vom Düsseldorfer Flughafen aus zwangsweise in den Kosovo abgeschoben. Dagegen protestierten heute am Flughafen erneut mehrere Dutzend Menschen, darunter die innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE.NRW Anna Conrads, der migrations- und friedenspolitische Sprecher Ali Atalan und Agit Boztemur von der Linksjugend ['solid].
Ali Atalan erklärte: „Die Verhältnisse, unter denen Sinti und Roma bei ihrer Rückführung in den Kosovo zu leiden haben sind menschenunwürdig. Ich erinnere in diesem Zusammenhang an unseren Antrag ,Sinti und Roma als Opfergruppe anerkennen – Kontingentregelung schaffen‘. Wir fordern ausdrücklich die Umsetzung einer humanen Bleiberechtsregelung, die der historischen Verantwortung Deutschlands gegenüber den Sinti und Roma, die während der NS-Zeit ebenfalls massenhaft Opfer des Holocaust wurden, gerecht wird.“
Agit Boztemur betonte: „Menschenrechte sollten universell sein, nicht abhängig von einer Staatsbürgerschaft. Niemand hat das Recht, diese Kinder aus ihrem sozialen Umfeld zu reißen.“
„Wir brauchen dringend eine dauerhafte Regelung für Sinti und Roma und andere verfolgte Gruppen aus dem Kosovo. Unsere Bundestagsfraktion fordert seit langem ein großzügiges humanitäres Bleiberecht. Wir fordern die Landesregierung auf, über den Bundesrat endlich initiativ zu werden“, so Anna Conrads.
Auffällig war bei dem Protest der Abschiebegegner das unverhältnismäßige Eingreifen der Polizei, die einen Menschenrechtsaktivisten am Kopf verletzte.