In einem Offenen Brief an den Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes, Dr. Theo Zwanziger, hat Ralf Michalowsky diesen heute zu einem entschiedenen Vorgehen gegen die homophoben Äußerungen und Aktionen der Trainerin der nigerianischen Frauen-Fußballnationalmannschaft aufgefordert. „Solche menschenverachtenden Aussagen können auf keinen Fall akzeptiert werden, sie verletzen die Menschenrechte der Spielerinnen“, sagte Michalowsky. Vor dem morgigen Spiel gegen die deutsche Nationalmannschaft hatte Trainerin Eucharia Uche alle lesbischen Kickerinnen aus dem Kader geworfen und beleidigt.
Michalowsky, sportpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Landtag NRW, erklärt dazu: „Für die Linksfraktion gehört zum sauberen Sport auch die Akzeptanz der Lebensweise eines jeden Menschen. Die Freiheit, sich auch in der sexuellen Orientierung nach eigenem Gutdünken zu verwirklichen, ist für DIE LINKE ein elementares Menschenrecht und somit zu schützen.“ Die Äußerungen von Frau Uche seien als Angriff auf die individuelle Menschenwürde ihrer Spielerinnen, aber auch aller anderen homosexuell orientierten Menschen zu werten und dementsprechend zu ahnden.
In seinem Brief an Zwanziger schreibt Michalowsky unter anderem: „Fordern Sie die FIFA, fordern Sie Herrn Blatter auf, hier eindeutig Stellung zu beziehen und diese Äußerungen zu sanktionieren. Notfalls mit dem Ausschluss von Frau Uche aus dem Turnier, denn sämtliche sportlichen Werte sind hier mit Füßen getreten worden! Es muss ein Zeichen von offizieller Seite geben, dass eine solche Menschenverachtung nicht akzeptiert wird!“ Zwanziger müsse, so Michalowsky, gegen Frau Uche vorgehen – „im Sinne eines sauberen und toleranten Sports“.